Family Governance in Family Offices
Governance ist das Betriebssystem, auf dem alle anderen Entscheidungen im Family Office basieren. Die Kosten, sie zu überspringen, zeigen sich später – oft in Stresssituationen.
Kernaussagen
- —Drei Gremien leisten den Grossteil der Arbeit: Family Council, Office Board und Investment Committee.
- —Entscheidungsrechte sollten schriftlich fixiert und jährlich überprüft werden, nicht stillschweigend vorausgesetzt.
- —Unabhängige Berater im Board reduzieren blinde Flecken erheblich.
- —Governance ist eine Praxis, kein Dokument – die Sitzungen zählen mehr als die Charta.
Ein Family Office ohne explizite Governance ist ein Family Office, das auf persönlichen Beziehungen basiert. Diese Beziehungen funktionieren, bis sie es nicht mehr tun. Governance ist die Architektur, die es dem Office ermöglicht, weiterzufunktionieren, wenn sich zentrale Beziehungen verschieben – durch Tod, Scheidung, Austritt oder schlichte Meinungsverschiedenheit. Die Architektur besteht aus drei belastbaren Komponenten: einem Family Council, der die Stimme der Familie trägt, einem Board, das das Office als Institution überwacht, und einem Investment Committee, das die Verantwortung für Asset Allocation und Manager-Selektion innehat.
Was funktionierende Governance von zeremonieller Governance unterscheidet, ist die Praxis. Chartas, die unterzeichnet und nie wieder angeschaut werden, verkommen. Funktionierende Governance hat einen festen Sitzungsrhythmus, schriftliche Traktanden, Beschlussprotokolle und mindestens einen unabhängigen Berater im Raum, der den Konsens hinterfragt. Jährliche Überprüfungen der Struktur selbst – passt dies noch zur heutigen Familienkonstellation – verhindern, dass sie zum Museumsstück wird.
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