Wealth Stewardship
Wealth Stewardship bezeichnet die Praxis – und die zugrunde liegende Haltung –, ererbtes Vermögen als generationenübergreifende Verantwortung und nicht als persönlichen Anspruch zu verstehen. Stewardship-Education ist die strukturierte Vorbereitung von Nachfolge-Generationen auf diese Verantwortung.
Stewardship-Vorbereitung unterscheidet sich von Financial Literacy. Financial Literacy vermittelt technische Mechanismen – Budgets, Anlagen, Steuern; Stewardship fügt die Beziehungs- und Identitätsdimension hinzu: wofür die Familie steht, wie Entscheidungen getroffen werden, wie Privilegien im Spannungsfeld mit Verantwortung gehalten werden und wie man sowohl guter Vorfahr als auch guter Nachkomme ist.
Family Offices investieren zunehmend in Stewardship-Programme, die externe Curricula (Wharton, INSEAD, FFI, IMD, HSG), interne Rotationen durch das Familienunternehmen und Peer-Netzwerke kombinieren, in denen aufstrebende Generationen offen miteinander sprechen können. Die Kosten sind real; die Kosten des Verzichts sind über Jahrzehnte hinweg materiell höher.
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Das Family-Bank-Betriebshandbuch: Von der Governance bis zum Forderungsmanagement
42 Prozent der ultra-vermögenden Familien betreiben mittlerweile formelle interne Kreditprogramme. Dieses Betriebshandbuch behandelt Governance, Underwriting, Konditionen und Forderungsmanagement für Family Banks, die generationenübergreifend Bestand haben.
Die Familienbank: Kredite an Erben ohne Aushöhlung der Verantwortlichkeit
Der Unterschied liegt in den Bedingungen und im Prozess – nicht in der Kreditgrösse.
Finanzbildung für Familienmitglieder
Erben können nicht verantwortungsvoll verwalten, was sie nicht verstehen. Ein strukturiertes Finanzbildungsprogramm — altersgerecht, mehrstufig, kontinuierlich — macht den Unterschied zwischen Erben, die am Familienvermögen partizipieren, und solchen, die es lediglich überleben.
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