Governance & Succession

Rollen und Verantwortlichkeiten im Family Office

Ein Office ohne Organigramm hat trotzdem eines – es ist nur undokumentiert und umstritten. Dokumentation ist der kostengünstigste Governance-Hebel, den eine Familie hat.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Governance-Rollen vertreten die Stimme der Familie (Familienrat, Board, Ausschüsse).
  • Führungsrollen setzen um (CEO/COO des Office, CIO, General Counsel).
  • Operations-Rollen führen das Tagesgeschäft (Buchhaltung, Reporting, Concierge, Security).
  • Jede Ebene erfordert eine jährliche Rollenüberprüfung, nicht nur ein Organigramm.

Selbst kleine Offices profitieren von einer schriftlichen Rollenkarte. Die Karte trennt Governance von Führung von Operations und macht die Grenze zwischen ihnen explizit. Governance fragt ‚sollen wir', Führung fragt ‚wie werden wir', Operations fragt ‚wer macht es'. Ohne diese Trennung orientiert sich das Office an der lautesten Stimme – in der Regel ein Familienoberhaupt – das operative Entscheidungen trifft, die anderswo angesiedelt sein sollten.

Die jährliche Rollenüberprüfung ist die Disziplin, die der Karte Realität verleiht. Einmal pro Jahr geht das Office jede Rolle durch, prüft, ob die Person darin gut positioniert, gut unterstützt und gut evaluiert wird, und nimmt Anpassungen vor. Rollen driften. Menschen wachsen in sie hinein und aus ihnen heraus. Die Überprüfung ist das Instrument, das dieses Abdriften erkennt, bevor es zu Reibung wird.

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