Operations & Technology

Ein Krisenmanagement-Framework für Family Offices

Krisen kommen nach ihrem eigenen Zeitplan. Ein in ruhigen Zeiten vorbereitetes Framework entscheidet darüber, ob das Office professionell reagiert oder improvisiert.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Definieren Sie vorab Krisenstufen und das zugehörige Response-Playbook für jede Stufe.
  • Entscheidungsrechte während einer Krise unterscheiden sich oft von den Rechten im Normalbetrieb.
  • Externe Kommunikation benötigt einen vorab genehmigten Sprecher und ein definiertes Protokoll.
  • Jährliche Tabletop-Übungen decken Lücken auf, die reine Dokumentation übersieht.

Krisen im Family-Office-Kontext lassen sich in wenige Kategorien einteilen: die plötzliche Handlungsunfähigkeit eines Principals, eine Marktdislokation mit Liquiditätsrisiko, ein öffentlichkeitswirksames Ereignis mit Medienaufmerksamkeit, ein Sicherheitsvorfall, eine aufsichtsrechtliche oder juristische Massnahme. Jede Kategorie erfordert ihr eigenes Playbook, denn die richtige Reaktion, die Entscheidungsrechte und die externe Kommunikation unterscheiden sich grundlegend. Eine improvisierte Krisenreaktion ist teuer — für die Familie, das Office und das weitere Stakeholder-Ökosystem.

Ein funktionierendes Framework definiert die Krisenstufen, legt für jede die Entscheidungsrechte fest (wer handelt, wer autorisiert, wer informiert wird), genehmigt vorab externe Kommunikationskanäle und Sprecher und testet das Framework durch jährliche Tabletop-Übungen. Die Übungen sind entscheidend — jedes Framework, das nur geschrieben, aber nie getestet wurde, enthält Lücken, die erst unter Stress sichtbar werden. Die Kosten einer Tabletop-Übung betragen einen halben Tag pro Jahr. Der Nutzen zeigt sich beim ersten echten Krisenfall.

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