Investment Strategy

ESG und Impact Investing in Family Offices

Der Bereich hat sich über Ausschlussverfahren hinaus entwickelt. Echtes Impact Investing erfordert einen eigenen Rahmen, Due Diligence und Reporting-Disziplin.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • ESG-Screening ist Risikomanagement; Impact Investing ist Wirkungsmanagement.
  • Impact erfordert eine Theory of Change, messbare Indikatoren und eine Reporting-Kadenz.
  • Katalytisches Kapital – konzessionäre Renditen für überproportionale Wirkung – bildet eine eigene Kategorie.
  • Mission-related Investing innerhalb von Stiftungen gehört in die Investment Policy Statement (IPS).

ESG und Impact Investing werden oft synonym verwendet – sie sind jedoch nicht identisch. ESG-Screening – das Ausschliessen schädlicher Sektoren, die Bewertung von Portfoliounternehmen nach Governance- und Umweltkriterien – ist Risikomanagement. Es reduziert die Exposition gegenüber negativen Entwicklungen, ohne direkt positive Ergebnisse anzustreben. Impact Investing zielt auf messbare positive Wirkungen ab, häufig unter Verwendung von Frameworks wie IMP, IRIS+ oder Theory-of-Change-Methodik. Jeder Ansatz erfordert eigene Due Diligence und eigenes Reporting.

Für Familien, die beide Ansätze verfolgen, reduziert die Trennung der Disziplinen Verwechslungen. Das Hauptportfolio wendet ESG-Screens konsequent an. Ein definierter Impact-Anteil – bemessen als Prozentsatz des Gesamtvermögens – verfolgt Wirkungsziele mit expliziten Kennzahlen und Zeitrahmen. Katalytisches Kapital steht als separate Kategorie daneben: Renditen können konzessionär sein, aber die Impact-These muss explizit formuliert sein. Mission-related Investing innerhalb der Familienstiftung gehört in die Anlagepolitik der Stiftung, nicht in diejenige des Family Office.

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