Investment Strategy

Das Investment Policy Statement: Das Fundament eines Family Office

Ein IPS klingt nach einem Dokument. In der Praxis ist es die Vereinbarung zwischen Familie und Office darüber, wofür das Portfolio da ist.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Das IPS definiert Renditeziele, Risikotoleranz und Asset-Allocation-Bandbreiten.
  • Es regelt ebenfalls Liquiditätspolitik, ESG-Vorgaben und Konzentrationsrichtlinien.
  • Die Überprüfungsfrequenz sollte jährlich sein; Revisionsschwellen müssen explizit festgelegt werden.
  • Das IPS wird vom Investment Committee unterzeichnet, nicht bloss entworfen.

Ein Investment Policy Statement ist der Vertrag zwischen der Familie (vertreten durch ihr Investment Committee) und dem Investment-Team darüber, was das Portfolio leisten soll. Es spezifiziert Renditeziele, Risikoparameter, Asset-Allocation-Bandbreiten, Liquiditätsbedürfnisse, ESG- und Ausschlusspräferenzen, Konzentrationslimiten sowie die Protokolle, nach denen Abweichungen eskaliert werden. Ohne IPS ist das Team gezwungen, Absichten in Echtzeit zu interpretieren – und die Familie ist gezwungen, Entscheidungen retrospektiv zu hinterfragen.

Ein funktionierendes IPS wird jährlich überprüft und revidiert, wenn sich die Umstände der Familie wesentlich ändern: ein grosses Liquiditätsereignis, ein Generationenübergang, eine signifikante Veränderung der Risikokapazität. Zwischen den Überprüfungen dient das IPS als verbindliche Referenz. Die Protokolle des Investment Committee sollten es explizit referenzieren, wenn wesentliche Entscheidungen getroffen werden – diese Praxis verleiht dem Dokument seine tatsächliche Autorität.

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