Investment Strategy

Strategische Vermögensallokation für Family Offices

Die Vermögensallokation für UHNW-Familien ist keine verkleinerte institutionelle Allokation. Restriktionen, Zeithorizonte und Risikoprofile unterscheiden sich derart, dass ein eigenes Modell erforderlich ist.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Steuerliche Belastung ist der grösste nicht modellierte Kostenfaktor in standardisierten Allokationsrahmen.
  • Konzentrierte Einzelpositionen oder Betriebsgesellschaften verzerren das übrige Portfolio.
  • Generationenübergreifender Horizont erlaubt höhere Illiquiditätstoleranz, als institutionelle Benchmarks nahelegen.
  • Liquiditätsleitern sind relevanter als absolute Liquiditätskennzahlen.

Institutionelle Allokationsmodelle — das Yale-Modell, das All-Weather-Modell — sind für UHNW-Familien nützliche Ausgangspunkte, nicht Zielzustände. Die Unterschiede sind substanziell. Die meisten Familien unterliegen einer Besteuerung, die Institutionen nicht kennen, halten konzentrierte Positionen, die Institutionen niemals akzeptieren würden, und verfügen über Zeithorizonte, die Generationen statt Finanzierungszyklen umspannen. Jede dieser Tatsachen verlagert die Allokation weg von institutionellen Normen.

Was in der Praxis funktioniert, ist eine massgeschneiderte strategische Allokation, die explizit das Steuerprofil der Familie, die Konzentrations-Overlay-Position, den Generationenhorizont und eine strukturierte Liquiditätsleiter einbezieht. Die Leiter — was ist liquide in diesem Jahr, was ist liquide in 1–3 Jahren, was ist tatsächlich langfristig — erweist sich als nützlicher als pauschale Liquiditätsprozentsätze. Sobald die Leiter definiert ist, ergibt sich die übrige Allokation daraus organischer als aus jeder externen Benchmark.

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