Governance & Succession

Nachfolgeplanung für UHNW-Familien

Die Nachfolgeplanung bildet das rechtliche Fundament für alle weiteren Strukturen. Bei UHNW-Familien potenziert sich die technische Komplexität schnell.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Multijurisdiktionale Familien benötigen koordinierte Parallelpläne, nicht eine globale Lösung.
  • Trusts bleiben das flexibelste Instrument; Stiftungen überzeugen bei Dauerhaftigkeit und Impact.
  • Dokumentenaufbewahrung und Zugriffsprotokolle sind ebenso wichtig wie die Dokumente selbst.
  • Fünfjahres-Überprüfungsrhythmus ist Standard; zweijährlich ist besser.

Für UHNW-Familien besteht die Nachfolgeplanung selten aus einem einzelnen Instrument. Es handelt sich um eine mehrschichtige Architektur: ein Testament für Jurisdiktion A, ein separates Testament für Jurisdiktion B, Trusts für spezifische Anlageklassen, Stiftungen für philanthropisches Kapital, Lebensversicherungen zur Liquiditätssicherung. Jedes Instrument ist isoliert betrachtet überschaubar; die Koordination ist der Bereich, in dem erfahrene Berater ihre Honorare rechtfertigen.

Das oft unterschätzte Risiko liegt im Zugang. Selbst die sorgfältigste Planung scheitert, wenn Willensvollstrecker die Dokumente nicht rasch lokalisieren können, sie nicht in der richtigen Reihenfolge lesen oder die handlungsberechtigten Personen nicht erreichen. Ein Dokumentenprotokoll — sichere Verwahrung, koordinierter Zugriff, jährliche Orientierung für Willensvollstrecker — ist jenes unspektakuläre Detail, das funktionierende Pläne von Plänen unterscheidet, die hätten funktionieren sollen.

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