Governance & Succession

Koordination von Nachlässen, Trusts und Holdingstrukturen

Vermögende Familien halten Vermögenswerte fast nie direkt. Die Struktur, die sie hält — und wie diese Strukturen zusammenwirken — ist entscheidend für die langfristige Beständigkeit.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Die Struktur muss jährlich grafisch dargestellt, überprüft und einem Stresstest unterzogen werden.
  • Trustees, Verwaltungsräte und Protektoren sollten ihre Rollen schriftlich kennen.
  • Ausschüttungsmechanismen über alle Ebenen hinweg sollten modelliert, nicht improvisiert werden.
  • Substanzanforderungen gelten für jede Einheit, nicht nur für die oberste Ebene.

Eine Holdingstruktur funktioniert, wenn jede Ebene einen klaren Zweck erfüllt: rechtlicher Schutz, Steueroptimierung, Nachfolge, Philanthropie. Das Risiko besteht darin, dass die Struktur inkrementell wächst — eine neue Gesellschaft für einen neuen Vermögenswert, ein neuer Trust für einen neuen Familienzweig — ohne dass jemand das Gesamtbild im Blick behält. Nach fünf Jahren kann kein einzelner Berater mehr einfache Fragen zur End-to-End-Struktur beantworten.

Die Lösung ist eine jährliche Visualisierung. Das Family Office erstellt eine Strukturübersicht, die jedes Vehikel, dessen Eigentümerschaft, seine Verwaltungsräte und Trustees, seinen steuerlichen Sitz und seinen Zweck zeigt. Die Übersicht wird von einem Senior-Berater ausserhalb des Office geprüft. Wo Rollen vererbt oder doppelt besetzt sind, macht die Prüfung dies sichtbar. Wo die Substanz fragwürdig ist, wird dies adressiert, bevor es zu einem Prüfungsbefund wird.

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