Governance & Succession

Family Council und Family Assembly: Struktur und Kadenz

Der Family Council trägt die Stimme der Familie ins Office. Die Family Assembly hält die erweiterte Familie informiert und engagiert.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Der Council ist klein (5–9 Personen), gewählt und entscheidungsbefugt.
  • Die Assembly ist breit, inklusiv und primär informativ.
  • Der Council tagt vierteljährlich; die Assembly jährlich.
  • Beide benötigen schriftliche Traktanden, Protokolle und klare Kompetenzabgrenzung.

Ein Family Council ist das ständige Gremium, das die Familie innerhalb der Governance des Family Office repräsentiert. Die Mitgliederzahl ist klein – üblicherweise fünf bis neun Personen – und setzt sich aus verschiedenen Familienzweigen zusammen, oft gewählt, mit festgelegten Amtszeiten. Der Council hält Entscheidungsrechte in familienpolitischen Angelegenheiten: Ausschüttungspolitik, Anstellung von Familienmitgliedern, Mission Alignment des Office sowie die Ernennung von Familienvertretern in den Office-Beirat oder -Verwaltungsrat.

Eine Family Assembly ist breiter angelegt. Sie versammelt die erweiterte Familie – erwachsene Mitglieder, teilweise Ehepartner, teilweise Next Gen – in der Regel einmal jährlich. Ihre Aufgabe ist es, zu informieren, zu bilden und Input einzuholen, nicht jedoch zu entscheiden. Die beiden Gremien erfüllen unterschiedliche Zwecke und erfordern unterschiedliche Formate. Ihre Vermischung erzeugt Foren, die zu gross zum Entscheiden und zu eng zum Informieren sind. Ihre Trennung ist die einfache strukturelle Massnahme, die sich über Jahrzehnte auszahlt.

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