Investment Strategy

Manager Selection und laufendes Monitoring

Die Selektion ist die einfachere Hälfte. Beim laufenden Monitoring erodieren die meisten Portfolios unbemerkt.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Quartalsweise Überprüfung jedes Managers anhand der ursprünglichen Investment-These.
  • Watch-List-Disziplin – Manager unter Beobachtung erhalten einen definierten Zeitrahmen.
  • Operational Due Diligence (ODD) ist eine eigenständige Disziplin, getrennt von der Investment-DD.
  • Dokumentierte Rückzugsentscheidungen sind ebenso wichtig wie dokumentierte Einstiege.

Das Manager-Monitoring ist die unterressourcierte Phase der meisten LP-Beziehungen. Ein Scorecard bei der Selektion erfasst den Moment; ein Jahresgespräch erfasst die Gegenwart; was dabei übersehen wird, ist die schleichende Veränderung dazwischen – Abgänge von Schlüsselpersonen, Strategy Creep, Kapazitätsüberschreitungen, Governance-Erosion beim GP. Ohne strukturierte Review-Kadenz treten diese Probleme spät zutage, oft während einer Marktdislokation, wenn Redemptions am schwierigsten sind.

Professionelles Monitoring verankert einen quartalsweisen Checkpoint gegen die ursprüngliche These: Ist das Team intakt, die Strategie unverändert, das Operating Model solide, die Renditen innerhalb der erwarteten Varianz? Manager, die Fragen aufwerfen, kommen auf eine Watch List mit definiertem Review-Zeitrahmen. ODD-Prüfungen – getrennt von der Investment-DD – sollten in einem rollierenden 24-Monats-Zyklus für jeden Manager oberhalb einer wesentlichen Positionsgrösse durchgeführt werden. Die Disziplin ist unspektakulär und amortisiert sich beim ersten Mal, wenn sie ein Problem erfasst, bevor es der Markt tut.

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