Investment Oversight und Manager-Selektion
Bei der Manager-Auswahl investieren die meisten Family Offices die höchste Analysezeit und erzielen die geringste Differenzierung.
Kernaussagen
- —Due-Diligence-Scorecards verhindern, dass Entscheidungen zum zuletzt präsentierenden Manager abdriften.
- —Persistenz der Renditen ist empirisch seltener, als Performance-Fees implizieren.
- —Side Letters sind entscheidend — Anchor-LP-Konditionen können die Mathematik wesentlich verschieben.
- —Jährliche Manager-Reviews sollten mindestens so rigoros sein wie die initiale Selektion.
Die meisten grösseren Family Offices wählen Manager durch eine Kombination aus Pitch-Meetings, Beraterempfehlungen und persönlicher Überzeugung. Die gemeinsame Schwäche ist das Fehlen struktureller Disziplin: keine Scorecard, keine dokumentierten Kriterien, kein Massstab dafür, wie 'zusagen' versus 'jetzt nicht' aussieht. Entscheidungen driften zum Manager ab, der zuletzt präsentiert hat oder mit bestehenden Beziehungen eines Senior-Entscheiders übereinstimmt.
Funktionierende Selektionsprozesse nutzen Scorecards. Die Scorecard benennt die Kriterien — Gebührenstruktur, Persistenz-Evidenz, Gate-Regelungen, Verwässerungsschutz, Alignment-Konditionen, Key-Person-Risiko, Kapazitätsdisziplin — und gewichtet sie. Jeder Manager wird anhand derselben Vorlage bewertet. Entscheidungen werden dokumentiert. Dieselbe Vorlage läuft im jährlichen Review, sodass ein Manager, der bei der Selektion gut abschneidet und im dritten Jahr abfällt, identifiziert wird. Die Disziplin kostet Zeit und produziert keine offensichtlichen Gewinne; was sie jedoch produziert, ist die Fähigkeit, das Portfolio in schwierigen Jahren zu verteidigen.
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