Operations & Technology

Warum Familien ein Family Office gründen

Die Auslöser sind selten nur eine Frage des Vermögens. Es geht um Komplexität, Nachfolge und die Kosten der Unordnung.

Editorial Team·Editorial··1 Min. Lesezeit

Kernaussagen

  • Der Verkauf eines Betriebsunternehmens ist der häufigste Auslöser für die Formalisierung.
  • Wohnsitze in mehreren Jurisdiktionen schaffen Compliance-Komplexität, die dedizierte Ressourcen erfordert.
  • Die Aufspaltung in Familienzweige über Generationen erzwingt explizite Governance-Strukturen.
  • Privatsphäre, Sicherheit und Kontinuität sind zunehmend die Gründungsrationale.

Nur wenige Familien formalisieren ein Family Office, weil ihr Vermögen eine bestimmte Schwelle überschritten hat. Die entscheidenden Momente sind meist Übergänge: der Verkauf eines Betriebsunternehmens, der Tod eines Gründers, der Umzug eines Prinzipals in eine neue Jurisdiktion oder das Aufkommen einer dritten Generation, die nicht mehr in einem einzigen Haushalt lebt. Jedes dieser Ereignisse bringt Aufgaben zum Vorschein, die mit den bisherigen Strukturen nicht mehr sauber bewältigt werden können. Das Family Office ist die Antwort auf diese Aufgaben.

Die Gründe lassen sich in fünf Kategorien einteilen: Investitionsvolumen und Alpha-Mandat, steuerliche und aufenthaltsrechtliche Komplexität über mehrere Jurisdiktionen, Governance über Familienzweige hinweg, philanthropische Ambitionen sowie Schutz von Privatsphäre und Sicherheit. Die meisten Familien, die heute ein Family Office etablieren, nennen mindestens drei dieser Faktoren gleichzeitig. Diese Überschneidung ist das Signal – wenn kein einzelner Berater mehr alle Fäden in der Hand halten kann, ist das Family Office die institutionelle Antwort.

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