Rollen von Familienmitgliedern vs. Professionals im Family Office
Die meisten Konflikte in Family Offices entstehen durch unklare Rollengrenzen zwischen Familienmitgliedern und externen Fachkräften.
Kernaussagen
- —Familienmitglieder tragen Eigentum und Identität; Professionals tragen operative Verantwortung.
- —Familienmitglieder in operativen Rollen benötigen formelle Stellenbeschreibungen und Leistungsbeurteilungen.
- —Konflikte werden durch dokumentierte Autoritätsgrenzen vermieden, nicht durch persönliche Passung.
- —Externe Berater sollten nicht gleichzeitig als Vertraute der Familie fungieren.
Family Offices beschäftigen sowohl Familienmitglieder als auch externe Professionals, oft in sich überschneidenden Rollen. Die Reibung entsteht aus Grenzunklarheit: Wenn ein Familienmitglied eine Führungsrolle übernimmt, ist es dann gegenüber dem Verwaltungsrat des Family Office oder gegenüber dem Familienrat rechenschaftspflichtig? Wenn ein Professional eine persönliche Beziehung zu einem Prinzipal aufbaut, berät er dann diesen Prinzipal oder das Family Office? Das Muster, das scheitert, ist es, diese Fragen informell klären zu lassen.
Funktionierende Family Offices halten die Grenzen schriftlich fest. Familienmitglieder in operativen Rollen erhalten formelle Stellenbeschreibungen, Leistungsbeurteilungen und klare Berichtslinien – üblicherweise an eine familienfremde Führungskraft. Professionals operieren innerhalb definierter Autoritätsgrenzen und bringen strittige Entscheidungen zum zuständigen Governance-Gremium statt zu einem einzelnen Familienmitglied. Die Disziplin ist unangenehm einzuführen, aber sie bildet die Architektur, unter der sowohl Familie als auch Professionals ihre beste Arbeit leisten können.
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