Nachfolgeplanung in Family Offices
Nachfolge ist die Disziplin, Übergänge zu gestalten, bevor sie erzwungen werden. Gut gemacht, ist sie unsichtbar.
Kernaussagen
- —Nachfolgeplanung ist Governance-Arbeit, nicht nur Nachlassplanung.
- —Drei Übergänge sind entscheidend: Führung, Eigentum, Identität.
- —Dokumentierte Entscheidungsrechte vor der Transition verhindern Konflikte danach.
- —Pläne sollten jährlich durch Szenario-Übungen getestet werden.
Nachfolgeplanung ist die aktive Gestaltung von Übergängen in Führung, Eigentum und Identität innerhalb vermögender Familien. Sie unterscheidet sich von der Nachlassplanung, die den rechtlichen Moment des Todes regelt; Nachfolgeplanung befasst sich mit den Jahren und Jahrzehnten drumherum. Die meisten Fälle gescheiterten Vermögensübergangs lassen sich auf Lücken in der Nachfolge-Governance zurückführen, nicht auf die rechtlichen Dokumente.
Funktionierende Pläne decken drei Ebenen ab: Wer führt (und wie dieser Führer ausgewählt wird), wer besitzt (und unter welchen Bedingungen Anteile übergehen), und wofür die Familie steht (und wie diese Identität weitergegeben wird). Pläne ohne alle drei Ebenen versagen tendenziell am Wendepunkt. Jährliche Szenario-Übungen — plötzliche Handlungsunfähigkeit, unerwarteter Ausstieg, Konflikte zwischen Familienzweigen — decken Lücken im Plan auf, bevor die Realität es tut.
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