Asset Allocation
Asset Allocation bezeichnet die Aufteilung eines Portfolios auf die wichtigsten Anlageklassen — Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Anlagen, Sachwerte, Liquidität — mit dem Ziel, Renditeerwartungen mit Risikotoleranz und Liquiditätsbedarf in Einklang zu bringen. Für vermögende Familien berücksichtigt die Asset Allocation zudem steuerliche Rahmenbedingungen, konzentrierte Positionen und generationenübergreifende Zeithorizonte.
Die strategische Asset Allocation legt die langfristigen Zielgewichtungen fest; die taktische Allokation erfasst kurzfristige Verschiebungen innerhalb vereinbarter Bandbreiten. Die meisten Family Offices definieren die strategische Allokation im IPS und überprüfen sie jährlich, während taktische Entscheidungen innerhalb festgelegter Grenzen an das Investment-Team delegiert werden.
Die Asset Allocation in Family Offices unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von institutionellen Ansätzen: Steuerbelastungen sind ein bedeutender, in Standardmodellen oft nicht abgebildeter Kostenfaktor, konzentrierte Einzelaktienpositionen oder Beteiligungen an operativen Unternehmen verzerren das übrige Portfolio, und der generationenübergreifende Horizont erlaubt häufig eine höhere Illiquiditätstoleranz, als institutionelle Benchmarks nahelegen.
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